Rote Hand des Unheils

Kriegstagebuch von Stanley Vraath - Gesammelte Einträge III

27. Arodus 4005 AR – Später Vormittag
Konzil von Hexenkreuz. Adranna, die oberste Sprecherin der Hüter von Eth, empfing uns zu einer Lagebesprechung. Die Faktenlage bezüglich des Tiamatkultes ist weiterhin unergiebig jedoch erfahren wir, dass der Herr der Geister ein ehemaliger Druide von Eth und jetzt ein Untoter Leichnam ist. Er hat die Ideale seines Ordens verraten und wird nun als Ausgestoßener betrachtet, den die Hüter gerne vernichtet sehen würden. Weiterhin erlangen wir Gewissheit darüber, dass wir mit dem Seelengefäß tatsächlich ein entscheidendes Druckmittel gegen den Herrn der Geister in der Hand haben. Wir beschließen eine geheime diplomatische Mission und können uns darauf verständigen das Seelengefäß an den Herrn der Geister zurückzugeben, falls dieser die Allianz mit der Roten Hand verlässt. Auch Raydon kann diesem Kompromiss zustimmen, wenn er auch verständlich wenig begeistert ist (unbeabsichtigter Wortwitz).

27. Arodus 4005 AR – Früher Abend
Wir erreichen Brindol. Es sieht aus wie eine Stadt, die sich auf eine kommende Belagerung vorbereitet (zu häufig gesehen, von beiden Seiten der Kampflinie). Unser Ruf ist uns bereits vorausgeeilt, daher ist es kein größeres Problem eine weitere Lagebesprechung mit den Stadtoberen zu vereinbaren. Es sind Anwesend:

  • Lord Jarmaath, Herrscher von Brindol – ein Mensch (guter Ruf als Herrscher)
  • Lars Ulverth, Hauptmann der Löwenwache von Brindol – ein Mensch (uns gegenüber reserviert, macht aber einen kompetenten Eindruck)
  • Verrasa Kaal, Vorsitzende des Handelskonzils aus Dennovar – eine Halblingsfrau (schwer einzuschätzen)
  • Tredora Goldbraue, Hohepriesterin von Iomedae – ein Mensch (scheint sehr vertraut mit Jarmaath zu sein)

Wir präsentieren unsere bisherigen Fortschritte und werden über die Situation in Brindol in Kenntnis gesetzt. Die Rote Hand steht zwei Wochen von der Stadt entfernt und die Organisation der Verteidigung ist bereits weit Fortgeschritten. Wir können den Plan, die Rote Hand in offener Schlacht zu stellen entmutigen, da dies aufgrund der von uns ausgekundschafteten Kräfteverhältnisse nicht ratsam erscheint. Unsere Erfolge im Norden werden wohlwollend aufgenommen. Die Mannschaftsstärke an professionellen Soldaten erscheint uns zu gering, daher schlagen wir eine diplomatische Mission zu den Zwergen der Hammerfaust vor. Offenbar wurde dies von Lord Jarmaath bereits in Erwägung gezogen und eine Karawane mit einer größeren Menge Gold auf den Weg geschickt. Wir bieten an die Lieferung des Goldes zu überwachen. Gemäß unserer Vereinbarung von heute Morgen halten wir die Mission zum Herrn der Geister geheim, falls es uns gelingt an dieser Stelle erfolgreich zu sein ist es besser, wenn nie jemand von diesem Vorgang erfährt.
Wir nutzen den restlichen Abend, um unsere Vorräte aufzufüllen und unsere Ausrüstung zu ergänzen. Eine Inspektion der Verteidigungsanlagen ergibt keine offensichtliche Schwäche, die dringender Ausbesserung bedarf.

27. Arodus 4005 AR – Sondereintrag
Nach meinem Rundgang machte ich mich noch auf die Suche nach einem vermissten Pferd. (Rest des Eintrags in Goblin).

Aler acht’jar, Aler acht’jar,
T’lembda boool-gah toh-gal …
Aler acht’jar, Aler acht’jar,
T’lembda boool-gah to lohhhh ….
oh-mah ram rom rom, rom
T’lembda boool-gah ….
Tianna T’lembda boool-gah ….

(Vielen ist nicht bekannt, dass das Goblin über einen reichen Wortschatz für Liebeslyrik verfügt, die je nach persönlichen Vorlieben eher verfängt als Elfengedichte. Auch wenn nicht unerwähnt bleiben sollte, dass die Phrase “Ich werde die Welt für dich niederbrennen” bei Hobgoblinpoeten mittlerweile etwas übernutzt ist)

28. Arodus 4005 AR
Die Goldlieferung von Brindol wurde von einer Jagdgruppe von Hobgoblins abgefangen. Wir kommen gerade rechtzeitig um das Gold zu retten, für die tapferen Soldaten Jarmaaths kommt jedoch jede Hilfe zu spät. Wir können ihnen nur noch die letzte Ehre in Form namenloser Gräber erweisen.

29. Arodus 4005 AR
In den frühen Morgenstunden erreichen wir Hammerfaust. Die Verhandlung mit der zwergischen Söldnerkompanie verlaufen erwartungsgemäß. Gold einer gewissen Menge wurde versprochen, Gold in besagter Menge geliefert. Es sind Söldner. Wir waren allerdings auch in der Lage eine Audienz bei König Othrek Hammerfaust zu erwirken. Er ist einem Engagement, dass über bezahlte Leistungen hinausgeht gegenüber skeptisch. Er nimmt an, dass die Entwicklungen im Tal die Hammerfaust langfristig nicht tangieren werden. Wir dehnen unser Mandat bis zum äußersten und garantieren verbesserte Handelsbeziehungen mit Brindol, was den König dazu bewegt eine Einheit seiner Elitekrieger zuzusagen.

31. Arodus 4005 AR
Wir befinden uns auf dem Rückflug nach Brindol, in unserem Besitz befindet sich eine von mir als Vertreter Brindols, Raydon als Vertreter der Druiden von Eth und dem Geisterherrn persönlich unterzeichnete Urkunde. Darin garantieren wir dem Geisterherrn die Rückgabe seines Seelengefäßes nach Abschluss der Kampfhandlungen um Brindol, sofern dieser nicht in den Verlauf der Kämpfe eingreift und jene Geheiminformation, über die zu Verfügen er behauptet, tatsächlich so bedeutend sind, dass sie die Kooperation mit ihm für den Druidenzirkel rechtfertigen. Es war klug, das Gefäß nicht direkt mit uns zu führen, denn das Vordringen zum Geisterherrn war nicht gerade einfach, da dieser ein Gefangener in seiner eigenen Domäne war. Die Rote Hand hatte einen extrem kampfstarken Verband zur Bewachung abgestellt, der neben einem Drachenscheusal auch einen weiteren Wyrmlord beinhaltete. Hoffentlich wird uns diese ganze Angelegenheit nicht noch um die Ohren fliegen.

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Flo

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